Deine Online Strategie

Inhaltsverzeichnis

Von der Festlegung von Zielen bis zur Überwachung des Fortschritts zeig ich dir, wie Du am besten eine digitale Geschäftsstrategie erstellst. Du lernst, dich vom Wettbewerb abzuheben und potenzielle Kund:innen in jeder Hinsicht zu überzeugen. 

2.3.1. Die Vorteile einer Online Strategie

Du willst mehr über deine Online-Geschäftsstrategie erfahren und deine aktuelle Strategie verbessern? In dieser Lektion stelle ich dir vor:

  • Die Vorteile einer digitalen Geschäftsstrategie,
  • wie so eine Strategie aussehen kann,
  • einige gängige Wege, um deine Geschäftsziele zu erreichen.

Eine digitale Geschäftsstrategie hilft dir, Ideen zu kristallisieren und sie in umsetzbare Formate umzuwandeln. Du kannst Ziele besser definieren und klare Prioritäten setzen.

Stell dir vor, dass dein aktuelles Fitnessziel darin besteht, gelenkiger zu werden. Während Joggen zum Beispiel Kalorien verbrennt, hilft es dir nicht dabei, fortgeschrittene Yoga-Posen zu meistern. Tatsächlich musst Du dein Fitnesstraining in mehreren Schlüsselbereichen anpassen, um dein Ziel zu erreichen, flexibler zu werden. Natürlich kann Laufen auch nützlich ist, allerdings wirst Du mit Dehnübungen mehr Erfolg haben. Übertragen auf dein Unternehmen bedeutet dies, dass Du deine geschäftlichen Herausforderungen besser verstehst, wenn Du die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele definierst.

Wo soll man aber anfangen? Der erste Schritt besteht darin, deine eigenen Ziele zu definieren. Vielleicht möchten Sie den Umsatz um 20% steigern oder 100 Leads identifizieren? Ein klares Ziel führt dich in die richtige Richtung und auf einen Weg, dem Du folgen kannst.

Als nächstes formulierst Du, wofür dein Unternehmen steht. Das kann ein einfacher Satz sein. Er wird auch als Leitfaden bezeichnet. Ein gutes Beispiel wäre „Wir wollen Menschen zu einem gesünderen Leben inspirieren“ oder „Mehr Möglichkeiten für Alltagsfitness schaffen“. Auch dein Alleinstellungsmerkmal solltest Du identifizieren – denn so hebst Du dich von deinen Mitbewerbern ab. Schau dir ähnliche Unternehmen an, um zu sehen, inwiefern sie besser oder anders sind. Wenn Du dich zum Beispiel durch einen außergewöhnlich aufmerksamen Kundenservice abhebst, wird das dein Alleinstellungsmerkmal. Zu wissen, was Du erreichen willst, hilft dir, die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit zu treffen.

Einige typische Ziele und die Strategien, mit denen Du sie erreichst sind:

Umsatz steigern

Wenn dein Ziel darin besteht, den Online-Umsatz zu steigern, kannst Du versuchen, mehr Besucher auf deine Website zu führen. Dafür gibt es natürlich auch unzählige Möglichkeiten – von bezahlter Werbung bis hin zum Content Marketing.

Steigern der Bekanntheit deines Unternehmens oder deiner Marke.

Soziale Medien sind ein bewährtes Mittel, um neue und bestehende Kunden auf dein Unternehmen oder deine Marke aufmerksam zu machen. Sie bieten eine Plattform, auf der Du deine Werte, deine Persönlichkeit präsentieren und mit deiner Zielgruppe in Kontakt treten kannst.

E-Mail-Marketing-Liste erweitern

Um deine Kunden zu ermutigen, sich für deinen E-Mail-Newsletter anzumelden, mach dein Engagement für dein Publikum deutlich. Biete zum Beispiel exklusive Inhalte oder Updates an, die Du nur an Abonnenten sendest.

Kernaussagen des Kapitels:

Du weißt jetzt, wie wichtig eine Geschäftsstrategie ist. Denk jetzt an deine Online-Präsenz und was Du damit erreichen willst.

Stelle dir die folgenden Fragen, um deine Ziele, dein Leitbild und dein Alleinstellungsmerkmal zu definieren:

  • Ziele – Was willst Du mit deiner Online-Präsenz erreichen?
    Beispiel: mehr Umsatz, bessere Markenbekanntheit
  • Leitbild – Welche Werte sind dir als Unternehmen wichtig?
    Beispiel: fairer Handel, Umweltschutz
  • Unique Selling Proposition – Wie hebst Du dich von der Konkurrenz ab?
    Beispiel: Kundenservice, Preis, Qualität

Wenn Du das nächste Mal online oder in sozialen Medien unterwegs bist, schau dir andere Unternehmen an und finde heraus, was sie besonders macht. Liste deine Lieblingsunternehmen auf und überlege, was Du von ihnen lernen kannst.

2.3.2. So bringst Du dein Geschäft online

Als nächstes befassen wir uns mit den unterschiedlichen Verhaltensweisen von Online- und Offline-Kund:innen und wie die Zielgruppensegmentierung dir helfen kann, dich auf das digitale Marketing zu konzentrieren.

Wie unterscheiden sich Ladenkund:inen von Online-Kund:innen? Angenommen, Du willst fitter werden, also willst Du dir neue Laufschuhe kaufen. Offline könnte das so funktionieren: Du gehst von Laden zu Laden und entscheidest anhand von Kriterien wie Preis, Qualität, Rückgaberecht, Freundlichkeit des Personals und Verfügbarkeit. Dann gehst Du nach sorgfältiger Überlegung zu dem Geschäft zurück, das Du für das beste hältst und kaufst die Schuhe.

Wenn Du einen Online-Kauf tätigst, durchläufst Du normalerweise vier verschiedene Phasen: Diese vier Phasen sind:

  1. Sehen
  2. Denken
  3. Handeln und 
  4. Teilen.

Darauf müssen sich Unternehmen in ihrer Kundenkommunikation konzentrieren. Diese vier Schritte veranschauliche ich dir jetzt anhand des eben genannten Schuhkaufs.

Beim SEHEN, wirst Du feststellen, dass einige deiner Freunde gerne laufen, indem sie beispielsweise ihre Lieblingsläufe in den sozialen Medien posten. Es wird Sie auch motivieren, mit dem Laufen zu beginnen.

Beim DENKEN suchst Du im Internet nach „Welche Laufschuhe sind für Anfänger geeignet?“. Dadurch gelangst Du zu einer Fülle von Informationen, Blogbeiträgen oder Anzeigen, die speziell auf dich zugeschnitten sind, um dir bei der Entscheidungsfindung zu helfen.

Beim HANDELN kaufst Du tatsächlich Schuhe und postest sie in deinen sozialen Netzwerken. In diesem letzten Schritt willst Du deinen Kauf in den sozialen Medien mit anderen TEILEN

Allerding umfasst nicht jeder Einkauf alle Phasen: Meist beginnt er mit dem DENKEN oder endet mit dem HANDELN.

Jetzt kombinieren wir Offline- und Online-Aktivitäten. Stell dir vor, Du bist in einem Sportgeschäft und hast gerade deine neuen Laufschuhe anprobiert. Jetzt schaust du auf dein Smartphone, ob es woanders billiger ist. Schließlich wirst Du nach dem Besuch in einem Geschäft die Schuhe wahrscheinlich online kaufen. Dieser Effekt wird „Showroom“ genannt. Das Verständnis der Merkmale von Online- und Offline-Käufen kann Online-Kund:innen ein besseres Transaktions- und Einkaufserlebnis bieten.

Wie bestimmst Du also, worauf Du dich online konzentrieren solltest? Um den richtigen Kanal zu wählen, musst Du herausfinden, wann und worüber Du wen ansprichst. Dies wird als Zielgruppensegmentierung bezeichnet. Es gibt verschiedene Segmentierungen: vom Alter über das Geschlecht bis hin zu bestimmten Interessen. Eine Segmentierung nach Orten ist beispielsweise interessant, wenn bestimmte Artikel nirgendwo zugestellt werden können. Die Segmentierung hilft auch bei der Online-Werbung, da die meisten Kanäle bezahlte Werbung zulassen, um auf bestimmte Zielgruppenpräferenzen und -interessen abzuzielen. Alternativ kannst Du Anzeigen schalten, die nur für Kunden in der Nähe deines Geschäfts sichtbar sind, z. B. wenn Sie diesen lokalen Kund:innen Sonderangebote anbieten.

Wenn Du also dein Geschäft online verlagerst, versetze dich in die Lage deiner Kund:innen: Welche Kanäle nutzen sie am häufigsten? Wie erreichst Du deine Kund:innen online und offline?

Kernaussagen des Kapitels:

  • Berücksichtige im Zusammenhang mit deinem letzten Online-Einkauf das in dieser Lektion besprochene Framework “SEHEN, DENKEN; HANDELN, TEILEN“. Verfolge deinen Weg zum Point of Purchase über eine Vielzahl von Touchpoints.
  • Wenn Du deine Zielgruppen kennst, kannst Du sinnvoll entscheiden, wann Du diese mit welcher Botschaft ansprichst. Dadurch wachsen deine Erfolgschancen im Onlinegeschäft.
  • Bezahlte Onlinewerbung kann zwar ein wirkungsvoller Kanal sein, aber Du solltest alle möglichen Optionen in Betracht ziehen und dann entscheiden, welche davon am besten deinen Geschäftsanforderungen entspricht.

Denke gut über die folgenden Punkte nach:

  • Wodurch wurde dein Interesse an dem Produkt geweckt? („SEHEN“)
  • Wie bist Du bei der Produktrecherche vorgegangen? („NACHDENKEN“)
  • Was hat dich letztendlich dazu veranlasst, auf „Jetzt kaufen“ zu klicken? („HANDELN“)
  • Hast Du eine Rezension oder eine Abbildung des gekauften Produkts gepostet? („TEILEN“)

Denke jetzt wieder an dein eigenes Unternehmen: Welche Arten von Inhalten kannst Du in jeder Phase des Kaufprozesses verwenden, um zum Kauf anzuregen?

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2.3.3. Das Kundenverhalten verstehen

Kunden sind der Schlüssel zum Erfolg, weshalb sie verstanden, geschätzt und gefördert werden sollten. In dieser Lektion gehe ich auf die Bedeutung des Kundenkontakts ein, wie man ihn nutzt, um den Kaufprozess zu verstehen. Und auch wie man die Kundenzufriedenheit verbessert, um letztendlich seine Ziele zu erreichen. Wie kannst Du also das Kundenerlebnis verbessern?

Aber bevor ich anfange. Was sind eigentlich Touchpoints und warum sind sie so wichtig? Ein Touchpoint ist jede Phase, in der ein Kunde oder Interessent mit einem Unternehmen interagiert. Kundenkontaktpunkte treten häufig in Offline-Geschäften auf, insbesondere im Einzelhandel. Das können zum Beispiel Quittungen, Taschen, Beschilderungen, Kundendienstschalter oder mehr sein. Online sind sie unschätzbare Werkzeuge, um Markenloyalität und Vertrauen in ein Unternehmen aufzubauen. Wenn Kunden mehrere Berührungspunkte haben, wie etwa Online-Werbung, schafft das einen dauerhaften Markenwert und eine dauerhafte Kundenbindung mit der Marke.

Jeder ist anders, aber es gibt viele Gemeinsamkeiten in der Art und Weise, wie Kunden Produkte kaufen und mit welchen Touchpoints sie interagieren. Um das Online-Benutzerverhalten zu verstehen, musst Du diese Berührungspunkte identifizieren. Dazu solltest Du den Kaufprozess replizieren. Denke an einen Marathon – sobald Du die Strecke kennst, kannst Du strategisch die Touchpoints planen, um etwa eine Trinkpause einzulegen.

Der Kaufprozess ist ähnlich. Den Weg zu kennen, gibt dir eine Vorstellung davon, wie genau Du bei der Online-Kontaktaufnahme vorgehen musst. Viele mögliche Interaktionspunkte sind nicht einfach zu identifizieren. Versetz dich also in die Lage des Kunden.

Stell dir folgende Fragen: „Wohin gehe ich, wenn ich Antworten brauche?“, „Wo entdecke ich normalerweise neue Produkte oder Unternehmen?“, „Was kann mir bei der Kaufentscheidung helfen?“ und „Wo treffe ich auf eine Marke?“

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Kunden direkt zu fragen, wie sie dich gefunden haben. Durch persönliche oder Online-Recherche lässt sich der Kaufprozess in einzelne, übersichtliche Schritte untergliedern. Sobald Du verstehst, wohin deine Kunden gehen, musst Du nur noch sicherstellen, dass deine ausgewählten Touchpoints relevant sind und effektiv angesprochen werden. Finden potenzielle Kunden auf deiner Website, was sie suchen, und bindet sie Bestandskunden? Je wertvoller eine Website für Besucher ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie wiederkommen.

Auch soziale Netzwerke eignen sich hervorragend, um Kontaktpunkte aufzubauen und ein Unternehmen greifbarer zu machen. Deine Kunden sind echte Menschen. Sprich sie daher auf praktische und motivierende Weise an. Nachdem Du deine Touchpoints und umfassenden Maßnahmen identifiziert hast, überprüfe als nächstes in regelmäßigen Abständen deren Wirksamkeit. Wenn dein Produkt beispielsweise bei einem neuen Publikum beliebt ist, solltest Du deine Berührungspunkte anpassen, um dieses Publikum widerzuspiegeln.

Abschließend noch ein paar Tipps, die dir beim Aufbau deiner eigenen Kundenkontaktpunkte helfen: Denke darüber nach, wie Du als Kunde einen Kauf tätigst, und berücksichtige das in deiner Strategie. Sprich mit Kunden, um möglichst ehrliche Informationen zu Touchpoints zu erhalten. Analysiere die Performance und optimiere wenn nötig deine Werbebotschaften. Kundenbedürfnisse stehen immer an erster Stelle.

Kernaussagen des Kapitels:

  • Denke darüber nach, wie Du die Touchpoint online (und auch offline) optimieren kannst.
  • Denke über den Kaufprozess nach und wie sich Berührungspunkte darauf auswirken. Versetz dich am Beispiel deines eigenen Unternehmens oder eines bekannten Unternehmens in die Lage des Kunden und skizziere den Kaufprozess von Anfang bis Ende.
  • Stell dir für jeden Touchpoint folgende Fragen: Welchen Wert hat dieser Touchpoint für den Kunden? Erfüllt es die Kundenerwartungen an das Unternehmen? Wie kann ich das Angebot für diesen Touchpoint verbessern?

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2.3.4. USP und USA

Gesunder Wettbewerb führt zu nachhaltiger Höchstleistung und Streben nach Erfolg. In diesem Abschnitt erfährst Du, wie Du bestimmst, was dein Unternehmen online von anderen abhebt, warum Du deine Konkurrenten kennen musst und welche Tools dir dabei helfen.

Beginnen wir mit der Frage, was dein Unternehmen einzigartig macht. Angenommen, Du betreibst ein Geschäft für Basketballausrüstung. Was unterscheidet dein Geschäft von ähnlichen Sportgeschäften? Hat dein Geschäft eine knallrote Fassade oder attraktive Schaufenster? Als Einzelhandelsgeschäft musst Du auffallen. Gleiches gilt für deinen Online-Auftritt. Was uns von unseren Mitbewerbern unterscheidet, nennt man “Unique Selling Point”, kurz USP.

Ein USP ist eine klare Aussage über den Nutzen deines Angebots, wie Du Kundenbedürfnisse erfüllst und dich von der Konkurrenz abhebst. Bei der Definition deines USP solltest Du dir vier Fragen stellen:

  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Wer sind meine Wettbewerber?
  • Welche Probleme hat meine Zielgruppe und
  • Wie kann ich sie lösen?

Diese Fragen führen zu einer Aussage, die bereits die Antwort enthält.

Ein paar Tipps: Verwende natürliche Formulierungen. Sei authentisch und glaubwürdig. Du willst Menschen ansprechen, keine Roboter. Dein Alleinstellungsmerkmal gehört auf deine Website, deine sozialen Medien und anderen Marketingmaterialien. Ein guter USP wird nicht jedem gefallen, aber das ist vollkommen in Ordnung. Entwickel ein Alleinstellungsmerkmal speziell für deine Zielgruppe. Berücksichtige auch deine Stärken und deine Schwächen. Eine SWOT-Analyse hilft dir, fundierte Geschäftsentscheidungen zu treffen.

SWOT steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Bedrohungen). Frage dich selbst: Worin bist Du gut? Das sind deine Stärken (Strengths). Was kannst Du besser machen? Das sind deine Schwächen (Weaknesses). Wie kannst Du wachsen, dich verändern und verbessern? Das sind deine Chancen (Opportunities). Welche Ereignisse (intern und extern) könnten dich als Unternehmen beeinträchtigen? Das sind die Bedrohungen (Threats).

Behalte deinen Wettbewerb im Auge. Hierfür kannst Du kostenlose Online-Tools zur Wettbewerbsanalyse verwenden. Und den Beginn kannst Du ganz einfach mit Google machen. Suche einfach nach einem bestimmten Keyword und prüfe wer in den Suchergebnissen weit oben steht. Welche Keywords erscheinen in den Seitentiteln der Websites? Welche Informationen verwenden sie in den sozialen Medien?

Kostenlose Tools wie Google Alerts melden dir, wer bestimmte Themen online kommentiert hat. Lass dich über wichtige Produkte, dein Unternehmen und deine Wettbewerber benachrichtigen: Wann werden die Begriffe besprochen und wie schneidet dein Unternehmen ab? Wie kannst Du die Sachen in der Praxis anwenden? Was zeichnet dein Unternehmen aus?

Durch eine SWOT-Analyse können Wachstumschancen identifiziert und Schwachstellen beseitigt werden. Finde heraus, was deine Mitbewerber zu bieten haben. Nimm dir zehn Minuten Zeit und gib Folgendes bei der Google-Suche ein:

Firmenname: Hier bekommst Du Informationen über die Konkurrenz in Bezug auf Keywords und Marken.

Produkt oder Dienstleistung: Das gibt dir einen Einblick darüber, wer deine Wettbewerber sind.

Dein Standort: So findest Du heraus, welche Unternehmen in deiner Nähe den gleichen Service anbieten und werden so zum Wettbewerber.

Diese Suchbegriffe sind Keywords, die sich auf das Unternehmen oder Produkt beziehen. Sie werden von Benutzern verwendet, die online nach einem Unternehmen oder Produkt suchen. Es ist wichtig, dass Du weißt, welche anderen Unternehmen oder Produkte potenzielle Kunden sehen, wenn sie im Internet suchen.

Kernaussagen des Kapitels:

  • Mit einem überzeugenden Alleinstellungsmerkmal kannst Du online neue Kunden für dein Unternehmen gewinnen. Das ermöglicht dir, dich in einem umkämpften Markt wirkungsvoll abzuheben.
  • Du kannst dich auch bei deinem Wettbewerb umsehen, um herauszufinden, was funktioniert und was nicht funktioniert. Das ermöglicht dir, ein umfassenderes Verständnis des Marktes zu erlangen und potenzielle Chancen zu erkennen. Dadurch kannst Du eine Wachstumsstrategie für dein Unternehmen entwickeln.

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2.3.5. Ziele nutzen

In diesem Kapitel betrachten wir das Setzen und Verfolgen von Zielen, um deinen Geschäftserfolg zu messen. Außerdem erfährst Du mehr über Key Performance Indicators (KPIs), die zur Abbildung wichtiger Prozesseffizienzen verwendet werden können.

Key Performance Indicators sind Kennzahlen, die für das Erreichen von Geschäftszielen entscheidend sind. KPIs werden auch verwendet, um den Fortschritt zu verfolgen und zu messen. Auch Zwischenziele können gesetzt und überprüft werden. KPIs können auf viele Arten definiert werden, aber sie müssen messbar, umsetzbar, erreichbar und indikativ sein.

Wie würde das in der Praxis aussehen? Schauen wir uns gemeinsam ein Beispiel an. Du besitzt eine Fitnesskette namens Fit Gym. Du musst sicherstellen, dass Du genügend Kunden hast, um deinen Betrieb am Laufen zu halten. Zu diesem Zweck hoffst Du, jeden Monat mindestens 50 neue Mitglieder zu gewinnen. Das ist also dein Ziel. Du musst zunächst KPIs festlegen, um den Fortschritt bei der Erreichung der Ziele zu messen. KPIs basieren auf Aktionen, die verwendet werden können, um mehr neue Registrierungen zu generieren. Du hast dazu eine Checkliste für die Verkaufsabteilung erstellt. Das Vertriebsteam erhält folgende Aufgaben: 20 Leads pro Tag zu bearbeiten. Alle Anfragen über soziale Medien und E-Mail sollten innerhalb von 15 Minuten beantwortet werden. Zusätzlich werden jeden Monat acht bestehende Mitgliedschaften verlängert oder aufgewertet. Anhand dieser KPIs kann beurteilt werden, welche Mitarbeiter die Erwartungen erfüllen und welche Teammitglieder noch ein Vertriebstraining brauchen.

Denke daran, dass ein KPI alles sein kann, was dich deinen Zielen näher bringt. Einige Beispiele dafür sind: 

  • Verkaufsgespräche,
  • Social-Media-Beiträge,
  • Newsletter-Anmeldungen,
  • Kundenzufriedenheit.

Stell’ sicher, dass Du KPIs festlegst, die zu deinen Zielen passen.

Welche KPIs brauchst Du und wie misst Du sie? KPIs müssen spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden sein. Indem Du KPIs mit diesen Benchmarks vergleichst, kannst Du sicherstellen, dass die Metriken klar und erreichbar bleiben. Definiere deine eigenen KPI und schau, ob Du die folgenden Fragen beantworten kannst: Ist dieser KPI spezifisch genug? Kann sie messen? Kann der Mitarbeiter die Anforderungen erfüllen? In welcher Beziehung steht es zu den allgemeinen Unternehmenszielen? Wann müssen Leistungsziele erreicht bzw. umgesetzt werden?

Ein beispielhafter KPI könnte eine Umsatzsteigerung von 25 % im Vergleich zum Vorjahr sein. Dieses Leistungsziel ist spezifisch und messbar. Du kannst überprüfen, ob es zugänglich ist. Volumenwachstum ist das Gesamtziel, und Jahresvergleiche sind zeitgebunden. Stell’ sicher, dass Du deine Leistungsziele regelmäßig bewertest und Anpassungen basierend auf den Ergebnissen vornimmst..

Stell’ bei der Definition deiner Leistungsziele und -metriken sicher, dass diese spezifisch, messbar, relevant, umsetzbar und zielorientiert sind, damit Du deine langfristigen Ziele erreichen kannst. Nimm dir die Zeit, deine KPIs zu betrachten und zu messen, um den Erfolg deines Unternehmens sicherzustellen.

Kernaussagen des Kapitels:

Anhand von KPIs lässt sich messen, wie gut deine Unternehmensziele erreicht werden. Überlege, welche Arten von KPIs Du verwenden kannst. Lege fünf Ziele fest und lege dann fünf KPIs fest, um die Erreichung dieser Ziele zu messen. Stell dir folgende Fragen:

  • Ist der KPI spezifisch im Hinblick auf das zu erreichende Ziel?
  • Ist er messbar?
  • Ist der KPI tatsächlich erreichbar?
  • Ist er relevant für das zu erreichende Ziel?
  • Ist der KPI zeitgebunden? Wie oft sollte er gemessen werden? Wöchentlich oder vielleicht monatlich?

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Zusammenfassung

Als ersten Schritt solltest Du deine Ziele klar definieren. Vielleicht willst Du den Umsatz um 20 % steigern oder 100 Leads generieren. Das Setzen von Zielen dient als Leitfaden und gibt einen klaren Weg vor.

Das See, Think, Act and Share-Framework ist hilfreich, um den Kaufprozess von Online-Kunden zu verstehen. Ausgestattet mit diesen Informationen können Unternehmen bestimmen, in welche Marketingkampagnen sie investieren sollten, um Kunden anzuziehen.

Die Optimierung der Online-Kontaktpunkte deiner Kunden ist für Unternehmen sehr nützlich, um Markentreue und Vertrauen aufzubauen. Sobald ein Unternehmen weiß, welchen relevanten Berührungspunkten Benutzer ausgesetzt sind, muss der nächste Schritt darin bestehen, Inhalte zu entwickeln, die das Kundeninteresse wecken.

Sobald Du dein Alleinstellungsmerkmal identifiziert hast, ist es an der Zeit, es in deine Marketingmaterialien über alle Kanäle zu integrieren. So steigerst Du deine Markenbekanntheit und hinterlassen hoffentlich einen bleibenden Eindruck bei deiner Zielgruppe.

KPIs ermöglichen es dir, fundiertere Geschäftsentscheidungen auf der Grundlage langfristiger Prognosen des Wachstums und der Entwicklung deines Unternehmens zu treffen und besser zu verstehen, wie erfolgreich deine Aktivitäten beim Erreichen deiner Geschäftsziele sind.

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Autor
Christian
Christian

Ich bin Christian und Online-Marketing ist mein tägliches Handwerk. Ich beschäftige mich schon seit über 15 Jahren mit dem Thema Internet, Online und Marketing. Ich teile gerne mein Wissen und hoffe es hilft dir weiter.

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